
Russlands Verteidigungsministerium erklärt, mit einer Rakete eine Gruppe ukrainischer Soldaten mit ausländischen Ausbildern in der Großstadt Krywyj Rih getroffen zu haben. "Bei dem Angriff wurden bis zu 85 Soldaten und Offiziere aus dem Ausland sowie bis zu 20 Fahrzeuge zerstört", teilt das Ministerium auf Telegram mit. Nach ukrainischen Angaben wurde bei dem Angriff auf die Stadt im Zentrum des Landes ein Wohnviertel getroffen, mindestens 16 Menschen seien getötet worden. Unter den Opfern seien sechs Kinder.
+++ 22:19 Selenskyj: "Alle russischen Versprechen enden mit Raketen und Drohnen, Bomben oder Artillerie" +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland die bewusste Kriegsführung gegen Städte und andere zivile Einrichtungen vor. Allein in den vergangenen 24 Stunden habe das russische Militär Angriffe auf die Städte Krywyj Rih und Charkiw sowie ein Kraftwerk in Cherson lanciert - trotz einer Abmachung zum Schutz von Energieanlagen, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Alle russischen Versprechen enden mit Raketen und Drohnen, Bomben oder Artillerie", fügt er hinzu.
+++ 21:45 Deutschland will der Ukraine 500.000 Artilleriegranaten liefern +++
Für das laufende Jahr 2025 plant Deutschland der Ukraine 500.000 Artilleriegranaten zu liefern. Das teilt das Bundesverteidigungsministerium mit. Laut dem Online-Tracker German Aid to Ukraine auf X entspricht die Zahl einem Anstieg um rund 130.000 Artilleriegeschosse gegenüber der Ende Februar veröffentlichten Prognose. Damals hatte das Verteidigungsministerium angekündigt, in diesem Jahr 370.000 Artilleriegeschosse bereitzustelleln.
+++ 20:54 Selenskyj: Arbeitsgruppen sollen Friedenstruppe vorbereiten +++
Arbeitsgruppen sollen bei wöchentlichen Treffen die Bildung einer internationalen Truppe zur Sicherung eines Waffenstillstands nach einem Abkommen zwischen der Ukraine und Russland ausarbeiten. Das sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Treffen mit den Militärchefs Frankreichs und Großbritanniens in Kiew. Ein Ergebnis könne innerhalb eines Monats erzielt werden. Russlands Präsident Wladimir Putin lehnt die Stationierung einer internationalen Truppe mit der Bereitschaft zu Kampfeinsätzen ab. Selenskyj erklärt weiter, direkte Verhandlungen der Ukraine mit Russland machten keinen Sinn, solange Russland nicht zu einem Waffenstillstand ohne Vorbedingungen bereit sei.
+++ 20:04 Bericht: Trumps Zölle gefährden US-Waffenproduktion +++
Die jüngst von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle auf Waren gefährden einem Bericht zufolge die Waffenproduktion der Vereinigten Staaten. Laut der Tageszeitung "Politico" könnten diese Zölle die globalen Lieferketten stören, die das Pentagon über Jahrzehnte sorgfältig aufgebaut hat. Sie würden zudem die Kosten von US-Waffen erhöhen. Von der Zeitung befragte Diplomaten, Politiker, Beamte und Rüstungsexperten zufolge könnte dieser Schritt Washingtons Partner dazu bewegen, anderswo nach Kooperationsmöglichkeiten zu suchen.
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