
marktbericht
Geht die jüngste Rekordserie im DAX heute zu Ende? Mit der beginnenden Präsidentschaft Donald Trumps steigt die Unsicherheit über seinen wirtschaftspolitischen Kurs.
Der Broker IG taxiert den DAX vor dem Handelsstart 0,3 Prozent tiefer bei 20.937 Punkten. Gestern hatte der DAX zum ersten Mal die Marke von 21.000 Punkten durchbrochen und schließlich 0,4 Prozent fester bei 20.990 Zählern geschlossen. Der aktuelle Rekordstand liegt jetzt bei 21.054,60 Stellen.
Wetten auf weiter sinkende Zinsen in den USA und in der Eurozone hatten die Börsen seit Monaten von Rekord zu Rekord eilen lassen. Erst Anfang Dezember war der DAX über die Marke von 20.000 Zählern gesprungen.
Donald Trump kehrte gestern mit einer ehrgeizigen Agenda ins Weiße Haus zurück, die Handelsreformen, Einwanderung, Steuersenkungen und Deregulierung umfasst. Die Aussicht, dass er nicht schon am ersten Tag neue Zölle auf Einfuhren in die USA erhebt, ließ die Finanzmärkte zum Wochenstart aufatmen. Mittlerweile kündigte er hohe Zölle für Einfuhren aus Kanada und Mexiko an.
Die Fachleute der UBS schreiben, wenn Trump seine Agenda durchsetze, habe dies erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen. "Wir glauben jedoch, dass es verfrüht wäre, davon auszugehen, dass eventuelle neue Importzölle in ihrer Größe oder Reichweite begrenzt sein werden." Erhöhte Kursschwankungen in den kommenden Monaten könnten nicht ausgeschlossen werden, heißt es von der Helaba.
Die US-Märkte waren gestern feiertagsbedingt geschlossen, sodass erst im asiatischen Handel erste Reaktionen auf die Rückkehr Trumps zu spüren waren. Die anhaltende Unsicherheit über die Handelspolitik des neuen US-Präsidenten Donald Trump machte die Anleger dort nervös. Trump hatte zwar mit Zöllen von bis zu 60 Prozent auf chinesische Importe gedroht, diese waren aber zunächst nicht Teil der zahlreichen Dekrete, die er kurz nach seiner Vereidigung erlassen hatte.
In China fragten sich Marktteilnehmer, was Trumps Zollpläne für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt mit sich bringen könnten. Die Börse in Shanghai gewann 0,2 Prozent auf 3.249 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,4 Prozent auf 3.844 Punkte.
In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,2 Prozent auf 38.991 Punkte, gestützt von positiven Unternehmensnachrichten und der Hoffnung auf eine stabile Zinspolitik der Bank of Japan (BoJ). Der breiter gefasste Topix notierte nahezu unverändert bei 2.712 Punkten.
Der Logistikkonzern DHL setzt in Deutschland immer stärker auf Paketautomaten, damit die Verbraucher dort ihre Sendungen abholen können und der Paketbote nicht mehr bis zur Haustür fahren muss. "Aktuell sind es rund 15.000 Packstationen und Poststationen, bis Jahresende sollen 2.000 Automaten dazukommen", sagte die zuständige DHL-Vorständin Nikola Hagleitner der dpa. Bis 2030 möchte der Konzern die Zahl seiner Automaten auf 30.000 verdoppeln.