Experten haben in der neuesten Whatsapp-Beta eine unerwartete Entdeckung gemacht: Eine Nachrichten-Funktion soll künftig limitiert werden. Vor allem, um Spam zu vermeiden.
Vielnutzer der sogenannten Broadcast-Funktion bei Whatsapp müssen sich künftig Alternativen überlegen. Denn wie der Fachblog "Wabetainfo" berichtet, arbeiten die Entwickler des Messengers offenbar an einer Limitierung der maximal möglichen Aussendungen. Gegenüber dem Tech-Magazin "Techcrunch" bestätigte der Meta-Konzern die baldige Einführung der Funktionseinschränkung.
Demnach sollen künftig nur noch maximal 30 Broadcast-Nachrichten innerhalb von 30 Tagen erlaubt sein. Mittels der gleichnamigen Broadcast-Listen ist es möglich, Verteilerlisten anzulegen, die es vereinfachen, eine einzige Nachricht an bis zu 256 Kontakte zu senden. Letztlich ist das nichts anderes als eine E-Mail mit mehreren Empfängern.
Whatsapp will Spam vermeiden – und Geld machen
Von Gruppen unterscheidet sich ein Broadcast insofern, als dass die Empfänger der Nachrichten individuell angeschrieben werden – und nicht als Gemeinschaft. Hat man beispielsweise vor, bestimmten Leuten die gleiche Nachricht zu schreiben, etwa bei Änderung einer Handynummer oder einer Geburstagseinladung, erleichtert ein solcher Verteiler die Arbeit.
Meta erklärte, dass man durch die Maßnahme Spam verringern wolle. Etwas merkwürdig wirkt das aber schon, denn für einen Broadcast kommen nur Kontakte infrage, welche die Nummer des Absenders gespeichert haben. Das Szenario, ständig von einem Bekannten mit unliebsamen Nachrichten bombardiert zu werden, die an mehrere seiner Kontakte verschickt worden sind, klingt nicht nach einem Massenphänomen.
"Techcrunch" schreibt, dass das Limit auch für gewerbliche Nutzer eingeführt werden solle – allerdings mit einem anderen Hintergedanken. Hier, so das Magazin, plane der Konzern eine Bezahlschranke zur Aufhebung der maximalen Nachrichtenzahl.
Umstieg auf andere Whatsapp-Funktionen
Menschen, die sich durch ein solches Limit eingeschränkt fühlen, rät Whatsapp die Nutzung anderer Funktionen der App, mit denen sich ein größeres Publikum erreichen lässt. Das sind etwa Status-Updates, Kanäle oder auch Gruppen.
Derzeit existiert die Limitierung nur auf dem Papier. Es ist weder in den Testversionen noch in der aktuell verfügbaren App-Version aktiv. Mit dem Start der Umstellung ist laut Meta "in den kommenden Wochen" zu rechnen.