Heute feiern wir nicht nur den Valentinstag, sondern auch den "Ich Liebe Freie Software Tag". An diesem Tag anerkennen wir unsere Liebsten und bedanken uns bei allen, die Software frei machen und frei halten. Gerade in den aktuell schwierigen Zeiten ist Freie Software ein Grundpfeiler für Demokratie, persönliche und gesellschaftliche Unabhängigkeit und Widerstandsfähigkeit.
Der Dank gilt allen, die sich in jeder erdenklichen Form für Freie Software einsetzen: Entwicklerinnen, Planer, Organisatoren, Übersetzerinnen, Tester, Schreiberinnen, Redner, Veranstalterinnen, Vereine, Blogger, Podcasterinnen, Vlogger, usw. und natürlich bei den Anwender:innen, die Freie Software verwenden, verstehen, verbessern und verbreiten. Ohne die Beteiligung aller hätte Freie Software nicht solchen Erfolg. Es ist die Zusammenarbeit über kulturelle, gesellschaftliche und Ländergrenzen hinweg, die das möglich macht.
In diesem Jahr wird der Tag in vielen europäischen Ländern gefeiert: Albanien, Österreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Polen, Portugal, Spanien, der Schweiz und in Grossbritannien. Falls ihr wissen möchtet, wie dort gefeiert wurde, finden ihr auf der Seite zum "Ich Liebe Freie Software Tag" die Details.
Auch in der Schweiz feiern wir seit vielen Jahren diesen Tag. Obwohl die Schweizer dafür bekannt sind, dreimal nachzudenken, waren wir in diesem Jahr einen Tag schneller als der Rest der Welt. Das hat einen einfachen Grund: Die Lokalgruppe der FSFE-Zürich trifft sich an jedem zweiten Donnerstag im Monat, und das war gestern.
Gute Stimmung
Wir durften knapp 30 Gäste in der Bitwäscherei begrüssen, darunter auch vier Redner, die den Abend mit interessanten Vorträgen bereichert haben. Der diesjährige Feiertag stand unter dem Motto "Verborgene Projekte". Damit hatten auch weniger bekannte Projekte die Gelegenheit, ihr Schaffen vorzustellen.
"Hier kommt Alex"
Nach einer Begrüssung durch Alex, dem aktuellen Leiter der FSFE-Lokalgruppe Zürich, traten auf:
- Emmanuel Engelhart mit einer Präsentation zur Offline-Wikipedia Kiwix
- Stefan Zipproth präsentierte die Distribution Ditana
- Jörg Berkel zeigte und den Lernstick
- Olivier Brian war aus Bern angereist, um die Vereinsverwaltung Hitobito vorzustellen
Doch bevor die Präsentationen beginnen konnten, zickte der Beamer:
Hand anlegen
Alle Vorträge waren sehr interessant und bewegten die Zuhörer:innen zu regen Nachfragen. Hier seht ihr ein paar Bilder der Präsentationen:
Emmanuel Engelhart - Kiwix
Stefan Zipproth - Ditana
Nach dem zweiten Vortrag gab es eine Pause, in der Roland (bekannt aus unserer Lehrer-Kolumne) die Aufgabe übernahm, für alle, die mochten, Pizza zu bestellen. Das war eine grössere Herausforderung, als man meinen würde. Insbesondere, wenn es gleichnamige Pizzen in verschiedenen Grössen gibt. Auch das Kassieren übernahm Roland; herzlichen Dank für diese Arbeit. Nachdem jeder wusste, was er essen wollte, ging es mit den Präsentationen weiter.
Jörg Berkel - Lernstick
Olivier Brian - Hitobito
Gemäss der Planung hätten die bestellten Pizzen kurz nach dem letzten Vortrag eintreffen sollen. Doch da hatten wir die Rechnung ohne die Pizzeria gemacht. Diese war mit dem Backen und Ausliefern von 25 Teigfladen überfordert. Dadurch hatten wir viel Zeit zu Diskussionen, dem Austausch und Kennenlernen. Als dann die Bäuche knurrten, liefen Alex und Giamma zur Pizzeria, um das Essen per Taxi zur Bitwäscherei zu fahren, damit die Pizzen noch einigermassen heiss blieben. Vom gemeinsamen Genuss gibt es leider keine Bilder, weil alle ihr leibliches Wohl im Sinn hatten und niemand mehr auf den Auslöser drückte.
Fazit
Nachdem wir uns in den Vorjahren in kleiner Runde zum "Ich Liebe Freie Software Tag" versammelt hatten, war es dieses Jahr viel schöner. Dazu trugen die guten Vorträge über eher unbekannte Projekte wesentlich bei. Aber auch die Gespräche vor, zwischen und nach den Präsentationen waren bereichernd. Da trafen sich alte Bekannte und neue Verbindungen wurden aufgebaut. Ich empfand es als sehr schön, dass neue Teilnehmer zu unserer Feier kamen, weil sie über GNU/Linux.ch und unseren Podcast auf die FSFE-Veranstaltung aufmerksam wurden.
Es ist gut, wenn Leute aus verschiedenen Interessengruppen, Vereinen und Organisationen zusammenfinden, um ihre Gemeinsamkeiten zu entdecken. Freie Software verbindet Menschen dank des "Ich Liebe Freie Software Tag". Ich bin gespannt, was wir im nächsten Jahr auf die Beine stellen. Wir freuen uns, wenn Du auch dabei bist.
Titelbild: https://fsfe.org/activities/ilovefs/index.de.html
Bildquellen: Fotos von Lioh Möller und Ralf Hersel (CC-BY-SA 4.0 FSFE Localgroup Zurich)
Quelle: https://fsfe.org/activities/ilovefs/index.de.html
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