2 months ago

Hygiene: Essensreste, Kalkablagerungen & Co.: Darum sollten Sie die Spülmaschine reinigen



Die Aufgabe einer Spülmaschine ist es, dreckiges Besteck und Geschirr zu reinigen. Was das Gerät jedoch nicht beeinflussen kann, ist die eigene Hygiene.

Wenn Ihnen aus der leeren Spülmaschine unangenehme Gerüche entgegenströmen, ist es an der Zeit für eine Grundreinigung. Spätestens jedoch, wenn Ihr Geschirr nicht mehr richtig sauber wird, sollten Sie das Gerät von innen säubern. Mit welchen Reinigungsmethoden das am besten funktioniert und warum eine Spülmaschine zu stinken beginnt, erklären wir in diesem Artikel. Zudem zeigen wir Ihnen, wie Sie auch mit einfachen Hausmitteln das Gerät reinigen können.

Somat

Darum beginnt die Spülmaschine zu stinken

Es gibt Stellen in der Spülmaschine, an denen sich Essensreste ansammeln, da sie vom Spülwasser nicht erfasst werden: wie zum Beispiel im Sieb am Boden, in den Einlegekörben oder auch in kleinen Zwischenräumen. Je länger die Lebensmittel dort unentdeckt verweilen, desto stärker verwesen sie und beginnen zu stinken. Hinzukommt, dass sich auch in den Gummidichtungen Schmutzpartikel ablagern und gammeln. Und als wäre das nicht schon eklig genug, kommen auch noch Kalkrückstände hinzu, die einen idealen Nährboden für Bakterien bilden – und die Bauteile der Spülmaschine nachhaltig zerstören. Umso wichtiger ist es, das Gerät (je nachdem, wie häufig es genutzt wird) mindestens alle drei Monate einmal gründlich zu reinigen. Wie das funktioniert, erfahren Sie im nächsten Absatz.

So reinigen Sie die Spülmaschine richtig

Es ist ratsam, die Spülmaschine hin und wieder mit einem speziellen Maschinenreiniger von Fett, Geruch, Kalk und Schmutzablagerungen zu befreien: Lasche abziehen, Behälter über Kopf in die Spülmaschine stellen und das Gerät (möglichst heiß) anstellen. Da jedoch das Spülwasser, wie bereits oben beschrieben, nicht alle Stellen erreichen kann, sollten Sie alle losen Teile regelmäßig herausnehmen und von Hand reinigen. Gehen Sie dabei wie folgt vor: 

Reinigt den Filter in der Spülmaschine. Das Sieb in der Spülmaschine lässt sich ganz leicht entfernen und reinigen
© Volodymyr Bushmelov

  1. Nehmen Sie das Spülmaschinensieb heraus, welches sich mittig vom Boden befindet. Das funktioniert in der Regel durch eine leichte Drehbewegung, andernfalls müssen Sie in der Anleitung des Herstellers nachsehen. Wenn sich darin Essensreste finden, kippen Sie diese zuerst in den Mülleimer. Anschließend spülen Sie das Sieb mit heißem Wasser ab, bevor Sie grobe Verschmutzungen mit einer Spülbürste und etwas Spüli entfernen. Bevor Sie das Sieb wieder in die Maschine stecken, kontrollieren Sie den Abfluss auf mögliche Fremdkörper oder grobe Speisereste. 
  2. Nun sind die Besteckkörbe an der Reihe: Nehmen Sie diese aus der Spülmaschine und entfernen sämtliche Essensreste im Abfall. Hartnäckige Verschmutzungen können auch hier unter fließendem Wasser mit einer Bürste und Spülmittel abgeschrubbt werden. Bevor Sie die Körbe wieder in das Gerät geben, putzen Sie die Rollen und Scharniere mit einem feuchten Lappen – auch hier können sich Schmutzrückstände ansammeln. Zudem sollten erst die Seitenwände gereinigt werden, am besten mit einem fettlösenden Reinigungsmittel, ehe Sie die Körbe einsetzen. 
  3. Weiter geht es mit den Sprüharmen: Darin finden sich kleine Löcher, aus denen normalerweise das Wasser geschossen kommt, wenn die Maschine läuft. Auch hier können sich Kalk und Lebensmittelreste sammeln, die es zu entfernen gilt, andernfalls verstopfen die Austrittsdüsen und die Reinigungsleistung der Maschine nimmt sichtbar (im wahrsten Sinne des Wortes) ab. Entfernen Sie die Arme am besten, auch hier lohnt sich dafür ein Blick in die Herstelleranleitung. Die Löcher lassen sich mit einer ganz feinen Bürste oder mit einem Zahnstocher reinigen. 
  4. Zu guter Letzt ist es wichtig, sämtliche Dichtungen der Spülmaschine von Fett- und Schmutzrückständen zu befreien. Nehmen Sie dafür einen sauberen, feuchten Lappen und ein mildes Reinigungsmittel – und führen Sie diesen am äußeren Rand des Geräts entlang, um das Gummi zu reinigen. Verzichten Sie hier bitte auf scharfe Essigreiniger, da sie das Material angreifen und die Haltbarkeit der Dichtungen verkürzen würden. Und diese sind immerhin essenziell, da sie verhindern, dass Wasser aus der Spülmaschine austritt, während diese in Betrieb ist. 

Beckmann

Spülmaschine reinigen mit Hausmitteln

Wenn Sie aus Liebe zur Umwelt auf Chemie verzichten wollen, gibt es eine Vielzahl bewährter Hausmittel, die Sie zur Reinigung der Spülmaschine einsetzen können: 

Zitronensäure

Gut gegen hartnäckige Kalkablagerungen soll Zitronensäure sein. Das Hausmittel kann pur oder verdünnt angewendet werden. Wischen Sie damit den Innenraum aus, reinigen sowohl das Dichtungsgummi als auch die Spülarme. Anschließend geben Sie Zitronensäure pur (ca. zehn Esslöffel) in die Spülmaschine und lassen diese – ohne Geschirr – ein nicht zu heißes Reinigungsprogramm durchlaufen.

Natron

Um unangenehme Gerüche zu bekämpfen, müssen die Bakterienherde entfernt werden. Besonders gut dafür geeignet sein soll ein Gemisch aus Natron und Zitronensäure – allerdings reagieren beide Hausmittel zusammen mit Wasser und werden dadurch neutralisiert. Daher ist es wichtig, beide Produkte separat einzusetzen: Geben Sie drei Esslöffel Zitronensäure in das Waschpulverfach und fünf Esslöffel Natron direkt in die Maschine. Erst dann stellen Sie die Spülmaschine an und lassen ein kurzes, niedrig temperiertes Programm durchlaufen. 

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Essig

Ein ebenso altbewährtes Hausmittel gegen Kalk und Schmutz ist Essig, allerdings nicht pur, sondern stark verdünnt mit Wasser. Am besten nehmen Sie hierfür einen großen Eimer, um darin anschließend Teile der Spülmaschine (wie das Sieb oder die Spülarme) einzulegen. Mit dem Essig-Wasser-Gemisch können Sie zudem den Innenraum des Geräts auswischen – achten Sie dabei jedoch darauf, die Dichtungen nicht zu berühren. Der Essig greift das Gummi an und sorgt somit dafür, dass die Dichtungen schneller porös werden.

Quelle: Utopia

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