
Mit seinem Zollpaket sorgt Donald Trump an den Aktienmärkten für große Verunsicherung. Nun wendet sich der Präsident mit einer Botschaft an die US-Bevölkerung - und prophezeit eine "wirtschaftliche Revolution".
US-Präsident Donald Trump hat die Bevölkerung seines Landes angesichts der massiven Turbulenzen in Folge seiner Zollpolitik zum Durchhalten aufgerufen. "Bleibt stark, es wird nicht leicht, aber das Endergebnis wird historisch", schrieb Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. Seine Regierung bringe Jobs und Unternehmen zurück ins Land wie nie zuvor, schon jetzt gebe es Investitionen in Billionenwert.
"Das ist eine wirtschaftliche Revolution, und wir werden gewinnen", schrieb Trump weiter. Mit Blick auf den Handelskonflikt konkret mit China erklärte der Republikaner: "China ist viel härter getroffen worden als die USA."
Trump hatte am Mittwoch Zölle auf Einfuhren aus den meisten Staaten der Welt verhängt. Ein genereller Mindestsatz von 10 Prozent trat heute in Kraft, höhere Zölle für Dutzende Staaten werden in einem zweiten Schritt am Mittwoch wirksam. China kündigte als Reaktion seinerseits Zusatzzölle von 34 Prozent gegen die USA an.
Trumps aggressive Zollpolitik hat weltweit die Furcht vor einem großen Handelskrieg mit gravierenden Folgen für Unternehmen und Verbraucher geschürt. Auch innerhalb der USA wachsen die Ängste vor einem neuen deutlichen Anstieg der Verbraucherpreise und einer Schwächung der eigenen Wirtschaft bis hin zur Rezession. Selbst innerhalb von Trumps eigener Partei werden inzwischen einzelne besorgte Stimmen laut. So warnte der republikanische Senator Ted Cruz, die neuen Zölle könnten "Arbeitsplätze kosten und Amerika weh tun".
Trump will mit den Zöllen nach eigenen Angaben die heimische Wirtschaft stärken und wieder mehr Produktion ins Land holen. Der Präsident wirft den internationalen Handelspartnern vor, die USA "über den Tisch zu ziehen". Er stößt sich vor allem daran, dass die USA deutlich mehr aus dem Ausland importieren als sie selbst exportieren.
Rund um den Erdball stürzten in den vergangenen Tagen die Börsenkurse ab. Der US-Leitindex Dow Jones schloss am Freitag mit einem Minus von 5,5 Prozent, der S&P-Index sackte um 5,97 Prozent ab. Die vormals letzten Male, dass sich die Stimmung an den Märkten "so abrupt geändert" habe, sei als Reaktion auf "äußere Ereignisse" wie die Corona-Pandemie und die Terroranschläge des 11. September 2001 geschehen, sagte der Analyst Steve Sosnick von Interactive Brokers. Dieses Mal liege die Ursache aber "ausschließlich" in der Politik der Trump-Regierung.