Ein eher unbekannter Film aus England stürmt die Netflix-Charts. Der Streifen kommt dabei mit einer narrativen Besonderheit daher, die vor allem die Fachpresse überzeugt.
„Blue Story“ ist ein britisches Drama, das die Geschichte zweier Jugendfreunde aus London erzählt, die durch Bandenrivalitäten auf gegnerische Seiten gezogen werden. Im Zentrum stehen Timmy (Stephen Odubola) und Marco (Micheal Ward), die in unterschiedlichen Vierteln aufwachsen – Timmy in Deptford, Marco in Peckham. Trotz der lokalen Spannungen verbindet die beiden zunächst eine enge Freundschaft. Als jedoch ein Vorfall eskaliert, sehen sich beide gezwungen, Partei zu ergreifen, was ihre Beziehung zerstört und sie in eine Spirale aus Gewalt, Loyalität und Vergeltung führt.
Der Film behandelt Themen wie soziale Ausgrenzung, Gruppenzwang und die zerstörerischen Folgen von Bandenkonflikten – insbesondere für junge Menschen im urbanen Raum. Die Handlung wird dabei teilweise von einem Erzähler begleitet, der in Reimen erzählt und die Geschichte kommentiert. Geschrieben und inszeniert wurde der Film von Rapman („Supacell“).
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Die Reaktionen zu „Blue Story“
Während das Publikum 70 % auf Rotten Tomatoes vergab, zeigte sich die Fachpresse mehr als nur angetan von „Blue Story“, was die 93 % Zustimmung deutlich machen. Was die Kritiker*innen in ihren Rezensionen schreiben, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen:
Paul Salfen von AMFM Magazine schreibt:
„Er ist brutal, roh und oft schwer zu ertragen – und manchmal auch schwer zu verstehen. Dennoch ist er beeindruckend und wird euch noch lange nach dem Anschauen in Erinnerung bleiben. Die Erzählweise mit erzählerischen Hip-Hop-Einlagen von Rapman ist absolut einzigartig und frisch.“
Kevin Crust von Los Angeles Times schreibt:
„Es ist eine shakespearesche Rhapsodie in Indigo, in der Liebe, Freundschaft, Verrat und Rache mit lebensverändernden Folgen verwirbeln und verschwimmen.“
Fionnuala Halligan von Screen International schreibt:
„Im Vereinigten Königreich gibt es viel Appetit auf einen einheimischen Film wie ‚Blue Story‘ und er trifft einen aktuellen Nerv.“
Brian Tallerico von RogerEbert.com schreibt:
„Er ist vielleicht etwas grob und manchmal etwas oberflächlich, aber niemand kann die Leidenschaft leugnen.“
Wenn ihr euch selbst ein Bild von „Blue Story“ machen möchtet, könnt ihr den Film auf Netflix streamen.