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Formel 1: Verblüffender Verstappen beendet Pole-Durststrecke



"Irre". Der Weltmeister zeigt in Suzuka seine Extraklasse. Max Verstappen sichert sich Startplatz eins - erstmals nach 280 Tagen. Selbst der WM-Spitzenreiter kann dessen Extraklasse nicht kontern.

Überglücklich reckte Max Verstappen seine rechte Faust in die Höhe. Mit einer Hammerrunde auf den letzten Drücker sicherte sich der Formel-1-Weltmeister von Red Bull die Pole Position für den Grand Prix von Japan am Sonntag (7.00 Uhr MESZ/Sky). Der niederländische Red-Bull-Pilot düpierte auf imposante Weise das McLaren-Duo Lando Norris und Oscar Piastri, die sich mit den Positionen hinter dem viermaligen Weltmeister begnügen mussten.

"Yeah, was für eine Runde", rief Verstappen voller Adrenalin noch über Funk auf dem Suzuka Circuit nach seiner ersten Pole in diesem Jahr. Insgesamt war es seine 41. Auf diese hatte er jedoch 280 Tage warten müssen. Pole Nummer 40 hatte der heute 27-Jährige Ende Juni 2024 in Österreich geholt.

Verstappens Pole "unglaublich"

"Das war irre", meinte sein Renningenieur Gianpiero Lambiase nach der Zauberrunde in den letzten Sekunden der Startplatzjagd. Teamchef Christian Horner rühmte seinen Starpiloten: "Unglaublich! Das haben wir nicht erwartet. Es war eine hervorragende Runde von Max, eine seiner besten Runden im Qualifying überhaupt."

Verstappen und Suzuka - das ist eine ganz besondere Verbindung. Obwohl er während der Qualifikation über mangelnden Halt mit den Vorderreifen geklagt hatte und in dieser Saison seinen störrischen Red Bull schon ohnehin nur schwer bändigen kann, bewies er doch noch seine Extraklasse.

Hülkenbergs Wagen war "zickig"

Für Verstappen war es die vierte Pole in Suzuka am Stück - danach hat er jedes Mal auch den Grand Prix gewonnen. "Wir haben unser Bestes gegeben, um die bestmögliche Balance zu finden. Es war nicht einfach, aber wir haben uns in jeder Sitzung ein wenig verbessert", beschrieb Verstappen den Fortschritt in seinem Wagen.

Eine Enttäuschung erlebte Nico Hülkenberg. Der einzige aktuelle deutsche Formel-1-Pilot schied im Kick Sauber als 16. schon in der ersten K.o.-Runde aus. "Es war ein bisschen schwierig, die Harmonie zu finden", meinte Hülkenberg. Da sich der Wind mitten in der Einheit auch noch drehte, sei sein Wagen "zickig zu fahren" gewesen.

Norris kann nicht kontern

Die Superrunde von Verstappen, der in 1:26,983 Minuten den bisherigen Streckenrekord von Lewis Hamilton (1:30,983 Minuten) noch mit der alten Auto-Generation aus dem Jahr 2019 brach, konnte auch McLaren nicht kontern. Nicht der WM-Vierte Piastri und auch nicht der WM-Führende Norris.

"Ich habe das Gefühl, dass wir am Limit dessen waren, was wir hatten. Wir hatten heute aber einfach nicht genug", räumte Norris ein, der im Klassement acht Punkte mehr als Verstappen hat. Der Engländer erwartet ein "spannendes Rennen", das wegen Regenvorhersage sogar noch etwas packender werden dürfte. "Wir wollen an Max vorbeikommen, aber er wird einen guten Kampf liefern", sagte Norris.

Verstappens neuer Teamkollege enttäuscht

Verstappen, ganz der abgeklärte Titelträger, ließ sich von seiner Pole aber nicht blenden. "Ich sage nicht: Ich bin Erster, also habe ich keine Probleme. Es gibt Punkte, an denen wir arbeiten müssen", beschied er. Schon zum Ende der vergangenen Saison hatte sein Red Bull merklich nachgelassen - nur der Weltmeister aus den Niederlanden eben nicht.

Viel Arbeit hat auch Verstappens neuer Teamkollege, der Japaner Yuki Tsunoda, vor sich. Vor seinem Heimpublikum verpasste er am ersten Grand-Prix-Wochenende nach seiner Beförderung zu Red Bull als 15. die letzte K.o.-Runde deutlich. Für Lewis Hamilton verlief im Ferrari die Qualifikation als Achter ebenfalls frustrierend.

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