15 hours ago

Auftrag für SpaceX: Elon Musk erhält Milliarden für Raumfahrtprogramm und teilt gegen Konkurrenz aus



Elon Musks SpaceX dominiert die US-Raumfahrt. Deshalb erhält die Firma mehrere Aufträge und Milliarden für ein Projekt des Pentagon. Der Tech-Milliardär feiert.

Die Raumfahrtunternehmen SpaceX von Trumps Berater Elon Musk, United Launch Alliance (ULA) sowie Blue Origin von Jeff Bezos erhalten einen Milliardenauftrag der Regierung. SpaceX soll mit seinen Raketen Satelliten des Militärs ins All bringen. Der Auftrag hat einen Wert von rund 5,9 Milliarden US-Dollar, wie die Space Force des Militärs mitteilte. 

United Launch Services und Blue Origin erhielten Aufträge im Wert von jeweils 5,4 Milliarden sowie 2,4 Milliarden US-Dollar. Insgesamt geht es um 54 Missionen bis 2029. In dieser Zeit sollen einige der empfindlichsten und komplexesten Satelliten des Pentagons ins All gebracht werden. Die meisten Missionen entfallen auf SpaceX. "Das Ergebnis ist ein gesicherter Zugang zum Weltraum für unsere nationalen Sicherheitsmissionen, was die Einsatzbereitschaft des Militärs erhöht", hieß es.

SpaceX dominiert die kommerzielle Raumfahrt in den USA. Musks Unternehmen führt regelmäßig Missionen für die Nasa und andere Auftraggeber durch. Zugleich hat Musk eine zentrale Rolle im Team von US-Präsident Donald Trump. Er soll die Staatsausgaben kürzen und Behörden nach Sparmöglichkeiten durchleuchten, darunter auch das Militär. Trump hatte erklärt, Musk schlage aus dieser Verbindung keinen Vorteil.

Elon Musk macht sich über Konkurrenten lustig

Das Programm ist das wettbewerbsintensivste und lukrativste Programm für US-Raketenstarts und bestätigte die genannten Unternehmen als die fähigsten amerikanischen Raketenanbieter. Die Aufträge sind Teil eines Programmbereichs der sogenannten Phase 3, der die schwierigsten und teuersten Missionen des Pentagons umfasst.

Während SpaceX als dominierender Gewinner des Programms hervorging, machte sich Elon Musk auf seiner Social-Media-Plattform X über die Konkurrenten seiner Firma lustig. "60 Prozent der Missionen zu gewinnen, mag großzügig klingen, aber die Realität ist, dass alle SpaceX-Konkurrenten zusammengenommen derzeit nicht in der Lage sind, die anderen 40 Prozent zu liefern! Ich hoffe, sie haben Erfolg, aber sie sind noch nicht so weit", schrieb er.

ULA-CEO Tory Bruno hielt in seiner Erklärung dagegen: "Vulcan ist die richtige Wahl für kritische nationale Sicherheitsmissionen im Weltraum und ist bis heute die einzige Rakete, die entwickelt wurde, um alle Anforderungen an den Weltraumstart unserer Nation zu erfüllen." ULA freue sich sehr, den Zuschlag für 40 Prozent der Phase-3-Beschaffung erhalten zu haben, so Bruno.

Musk dominiert das Rennen ins All

Die Vergaben wurden über Jahre hinweg vorbereitet. Es handelt sich um die dritte Phase eines Programms, das regelt, wie das US-Verteidigungsministerium Fahrten ins All für seine Militär- und Nachrichtensatelliten erwirbt. Ein Bereich, der einst von ULA und Lockheed Martin dominiert wurde.

In einer früheren Phase des nationalen Sicherheitsprogramms, Phase 2, erhielt SpaceX noch 40 Prozent der Aufträge, während ULA 60 Prozent erhielt, was einem Auftragsvolumen von insgesamt über sechs Milliarden Dollar entsprach. Einige Aufträge, die ursprünglich in der Phase 2 an ULA vergeben worden waren, mussten aber aufgrund von Entwicklungsverzögerungen bei der Vulcan-Rakete an SpaceX übertragen werden.

Musks Raumfahrtunternehmen hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu dem dominierenden Raketenstartanbieter entwickelt. Seine wiederverwendbaren Falcon 9-Raketen senkten die Kosten enorm und die Konkurrenten können damit nicht mithalten. Die Marktdominanz von SpaceX machte das Unternehmen zu einem wichtigen Lieferanten für das Pentagon, das auch bei der satellitengestützten militärischen Aufklärung zunehmend auf SpaceX angewiesen ist.

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