Legt mal die Napfsülze beiseite und hört laut zu: Der Landvogt hat einen Erben gefunden und das im schönen Nea-pa-papel. Ganze vier neue „Plattfuß“-Filme kommen erstmals nach Deutschland. Also schön angucken, sonst qualmt’s.
Wenn er nicht an der Seite von Pater Blauauge besoffenen Profis aus Schweden den Spargel angespitzt hat, tigerte Bud Spencer als Kommissar Rizzo durch Neapel, Hongkong und Südafrika, wo er mit Else der Gehgobelten gepflegt einen Eisladen demolierte. Zwischen 1973 und 1980 entstanden vier der beliebtesten Solofilme mit dem Dampfhammer, von denen der erste nicht nur als typische Prügelkomödie funktioniert, sondern auch als echter Krimi mit viel Lokalkolorit aus Bud Spencers üppiger Filmographie heraussticht.
Über 50 Jahre später schlüpft Salvatore Esposito in die Rolle des Kommissars Vincenzo Palmieri, der einst ein Schützling von Manuele Rizzo war und nach einigen Jahren in Stuttgart in seine neapolitanische Heimat zurückkehrt. Auch er bevorzugt es, die Pistole nur in äußersten Notfällen anzuwenden und ansonsten seinen Fäusten zu vertrauen, wenn er den Nachfahren von Zwei-Finger-Joe und Ferdinando dem Baron ein Andenken aus Solingen verpasst.
Die neue Reihe „Plattfuß – Ein Cop in Neapel“ beinhaltet wie das Original vier Filme („Rückkehr“, „Schande“ „Jenseits der Grenze“ und „Die Verdammten“), von denen der erste ab Samstag, den 29. März 2025 bei Sky und WOW im Stream bereit stehen wird. Die anderen Filme werden dann jeweils am darauffolgenden Samstag veröffentlicht.
Zur Einstimmung könnt ihr euch im Video ansehen, wie aus Ohren Wäschetrockner gemacht werden.
Heimspiel für Salvatore Esposito
In allen Plattfuß-Filmen geht es um den Handel mit Rauschgift, den der Kommissar zu unterbinden versucht. Die Rolle der Camorra ist besonders im ersten Teil eine ambivalente, da sich Kommissar Rizzo mit Teilen der Neapolitanischen Clans verbrüdert, um international operierende, noch weitaus größere kriminelle Organisationen zu bekämpfen.
Auch sein Nachfolger wird es mit der Neapolitanischen Mafia zu tun bekommen, was für den Darsteller von Kommissar Palmieri ein Heimspiel bedeutet. Der wie Bud Spencer in Neapel geborene Salvatore Esposito spielte in der Serie „Gomorrha“ die Hauptrolle des heranwachsenden Mafiabosses Gennaro Savastano und wurde dadurch in Italien bekannt. Kein Wunder also, dass Sky in seiner Ankündigung zu „Plattfuß – Ein Cop in Neapel“ von Filmen spricht, in denen die Stadt Neapel als Schauplatz eine zentrale Rolle einnehmen soll.