US-Regierung will „eine Menge Namen” preisgeben

Bekommen wir bald neue Erkenntnisse?
Die US-Regierung hat angekündigt, neue Informationen im Fall des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zu veröffentlichen. Justizministerin Pam Bondi wollte bereits gestern „eine Menge Namen” veröffentlichen, jetzt soll am Freitag, 28. Februar, Licht ins Dunkle gebracht werden. Ob wir vielleicht auch einige prominente Namen sehen werden?
US-Justizministerin Pam Bondi (59) hat in einer „Fox News”-Sendung angekündigt, dass das Justizministerium eigentlich am Donnerstag (27. Februar) neue Informationen über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019) veröffentlichen wird. Dabei könnten auch brisante Details zu Epsteins Umfeld und seine mächtigen Freunde ans Licht kommen.
Jetzt verzögert sich das Ganze jedoch. Denn: Die 59-Jährige kündigte zwar die Herausgabe brisanter Akten über Jeffrey an, doch offenbar gibt es weiteres Material, dass sie nun zunächst vom FBI anfordern muss. Das geht aus einem Schreiben an FBI-Direktor Kash Patel, das in den sozialen Netzwerken kursiert, hervor. Am Freitag soll „ausnahmslos alles Material” vollständig zur Verfügung gestellt worden sein.
Aber: Fest steht, dass auch einige Stars und Sternchen zittern werden müssen. In der „Jesse Watters Primetime”-Sendung sagte Bondi am Mittwoch (26. Februar), dass man eine Menge Namen und Informationen habe. Die Identitäten von über 250 mutmaßlichen Opfern müssten jedoch geschützt werden. Es sei „ziemlich krank, was dieser Mann und seine Mitangeklagte getan haben”, fügte sie an.
Insgesamt wurde bereits ein Teil des neuen Materials öffentlich gemacht, deren Inhalt aber nicht über bisher bekannte Fakten hinausgeht. Eine Liste mit den Namen von 254 Opfern, vom Justizministerium als „Masseusen-Liste” bezeichnet, enthält zum Schutz der Opfer ausnahmslos geschwärzte Informationen.
Die Akten waren von einem Gericht freigegeben worden, wurden aber bisher unter Verschluss gehalten. Zuletzt wuchs der Druck von Politikern beider Parteien in Washington, das Material öffentlich zu machen.
Lese-Tipp: Satte 170 Promis stehen auf der Epstein-Liste - darunter auch Leonardo DiCaprio und Stephen Hawking
Anzeige:Empfehlungen unserer Partner
Der Fall Epstein sorgte für großes Aufsehen. Der verurteilte Investmentbanker, der für seine Beziehungen zu Prominenten und hochrangigen Politikern bekannt war, begang im August 2019 in seiner Zelle in einem Bundesgefängnis in New York Suizid. Dort wartete er auf seinen Prozess, unter anderem wurde ihm Menschenhandel vorgeworfen. Epsteins langjährige Lebensgefährtin und Komplizin Ghislaine Maxwell (63) ist seit Juli 2020 inhaftiert. Im Juni 2022 wurde sie zu 20 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
Epstein soll in seinen Anwesen unter anderem in New York und auf einer Karibikinsel junge Frauen – zum Teil Minderjährige – zur Prostitution angeworben haben. Zu Partys in Epsteins Anwesen waren zahlreiche prominente und wohlhabende Gäste geladen.
Wie unter anderem die „Daily Mail” anmerkt, könnten die neuen Informationen, die die US-Justiz veröffentlichen will, auch unangenehm für Prinz Andrew (65) werden. Andrews Freundschaft mit dem US-Finanzier geriet erstmals Ende 2010 in die Kritik, als Fotos der beiden beim Spaziergang im Central Park auftauchten. In einer Zivilklage gegen Epstein behauptete 2015 Virginia Giuffre (41), dass dieser sie bei drei verschiedenen Gelegenheiten zum Sex mit Prinz Andrew gezwungen habe, als sie 17 Jahre alt gewesen war. Der Palast und Andrew wiesen alle Anschuldigungen zurück.
Lese-Tipp: Nach den Skandal-Schlagzeilen um Prinz Andrew zieht britische Schule Konsequenzen
Prinz Andrew sprach später in einem Interview über seine frühere Freundschaft mit dem verurteilten Sexualstraftäter, was zu einem Desaster für den Royal wurde. Er trat im Anschluss von seinen öffentlichen Ämtern zurück. Giuffre reichte im August 2021 in New York eine Klage gegen Prinz Andrew wegen sexuellen Missbrauchs ein. Im Februar 2022 wurde die Klage schließlich außergerichtlich beigelegt, angeblich gegen die Zahlung einer Millionensumme. (spot on news/dpa/vdü)