1 week ago

"Goldberg hat nie einen gesehen": Hegseth will von veröffentlichtem Kriegsplan nichts wissen



Der Fehler um den versehentlich eingeladenen Journalisten in einen Geheimchat ist in der Welt. Wie das nun aber zu bewerten ist, darum wird heftig gerungen. US-Verteidigungsminister Hegseth schießt sich auf den Vorwurf ein, dort seien Angriffspläne besprochen worden. Das sieht er völlig anders.

Pete Hegseth hat die neuen Enthüllungen rund um einen brisanten Geheimchat der Regierung als belanglos abgetan. Der US-Verteidigungsminister argumentierte vor Reportern, er habe keinerlei "Kriegspläne" verbreitet. Die nun veröffentlichten Inhalte des Chats sähen nicht wie Kriegspläne aus, sagte der 44-Jährige. Er habe in der Gruppe "keine Orte, keine Routen, keine Flugwege, keine Quellen, keine Methoden, keine geheimen Informationen" gepostet. Er habe lediglich das Regierungsteam in Echtzeit informiert und auf dem Laufenden gehalten. Das sei sein Job.

Ähnlich aktiv wurde er auch auf X. Gleich mehrere eigene Posts und geteilte Inhalte anderer Accounts waren dort binnen weniger Stunden zu lesen. Einheitlicher Tenor: Alle Inhalte, die im Chat geschrieben wurden, seien keine Bestandteile eines Kriegsplans. Hegseth selbst schreibt: "Keine Namen. Keine Ziele. Keine Standorte. Keine Einheiten. Keine Routen. Keine Quellen. Keine Methoden. Und keine geheimen Informationen." Aus seiner Sicht bedeute dies nur eins: Jeff Goldberg habe noch nie einen Kriegsplan oder "Angriffsplan" gesehen, so der US-Verteidigungsminister.

Der Chefredakteur des US-Magazins "Atlantic", Jeffrey Goldberg, war - wohl aus Versehen - in einen Gruppenchat ranghoher Regierungsmitglieder eingeladen worden, in dem ein bevorstehender US-Militärschlag gegen die Huthi-Miliz im Jemen erörtert wurde. Der Journalist konnte die sensiblen Informationen so live mitlesen und machte das dramatische Sicherheitsversagen später mit einem Artikel publik.

Nachdem die Regierung von US-Präsident Donald Trump alle Vorwürfe in dem Fall zurückgewiesen und die Integrität Goldbergs infrage gestellt hatte, legte das Magazin schließlich den gesamten Chatverlauf offen. Daraus geht hervor, dass Hegseth kurz vor dem Beginn der US-Militäroperation im Jemen in der Chatgruppe im Detail den Zeitplan, die genaue Abfolge der Bombardierung und die eingesetzten Waffensysteme teilte. Das sorgt für große Empörung.

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