3 days ago

"Germany's next Topmodel": Heidis Männer-Models im Casting-Aufstand



Ist ein Model beim Casting diskriminiert worden? Es kommt es zum Model-Aufstand. In L.A. angekommen heißt es für drei Models: Abflug.

Model-Aufstand im "Germany's next Topmodel"-Universum: Ein Kandidat fühlt sich von einem Casting-Kunden diskriminiert. Aus Solidarität lehnen die Casting-Gewinner ein großes Shooting für ein Lifestyle-Magazin ab. Drei von ihnen überlegen es sich allerdings anders. Das sorgt für weitere Unruhe bei "Germany's next Topmodel" (mittwochs und donnerstags, 20.15 Uhr, ProSieben oder bei joyn). In Los Angeles setzt die Gefühlsachterbahn ihre Fahrt fort. Heidi Klum, 51, und Gastjuror Elias Becker, 25, schicken gleich drei Männer postwendend nach Hause.

Foto-Jobs trotz Mappen-Fail

In München stehen für die 15 Männer-Models die ersten beiden Castings ihrer noch jungen "GNTM"-Modelkarriere an. Zuerst lädt das internationale Mode-Magazin "Esquire" zum Vorsprechen ein. Die Zeitschrift sucht echte Persönlichkeiten.

Und Kevin, 24, und Moritz, 19, brennen sich den Kunden gleich nachhaltig ins Gedächtnis ein. Beide vergessen, ihre Modelmappen mitzubringen. Der im Model-Business erfahrene Kevin outet sich obendrein als "Ego-Player" - und punktet mit seiner Offenheit bei der Redaktionsjury. Auch Skater Moritz bleibt cool und kann, wie Kevin, einen Platz für das Shooting in luxuriösen Anzügen ergattern.

Mit dabei sind auch Jannik, 22, und Ethan, 19. Der Kunde ist von seiner positiven Ausstrahlung begeistert und will am Set "auf keinen Fall auf diese Energie verzichten."

"Dein Strahlen hat mich begeistert."

Beim Casting für das Lifestyle-Magazin "Approved" braut sich dann ein Sturm über "Germany's next Topmodel" zusammen. Die Auswahl für ein mehrseitiges Shooting trifft Oliver Rauh, stellvertretender Chefredakteur des Hefts. In einer Boxhalle treten die Models im Tanktop gegeneinander an. Rauh erhofft sich Persönlichkeit, Körperlichkeit und ein sympathisch-höfliches Auftreten: "Es muss viben."

Faruk weiß zunächst zu überzeugen - auch mit seiner ganz persönlichen Geschichte. Der früher übergewichtige Dortmunder hat in den vergangenen Jahre mit viel Ehrgeiz die Körperpfunde purzeln lassen - und reagiert auf eine Bemerkung des Kunden vielleicht besonders sensibel. Für das Box-Shooting reicht es für Faruk nicht. Rauh macht ihm dennoch ein Kompliment für sein "Strahlen, das mich begeistert hat. Der Blick ist einfach Wahnsinn." Dann jedoch entwickelt sich ein echter Eklat zwischen beiden und schließlich der ganzen Gruppe.

"Du bist fake."

Rauh rät Faruk, "noch ein wenig selbstbewusster zu werden und auch ein bisschen mehr Workout zu machen." Dabei greift er sich an den eigenen Bauch. In Faruk legt sich sichtbar ein Schalter um: "Was hat er gesagt? Spinnt der?", fragt er Nebenmann Ethan. Dann verlässt er wutentbrannt das Casting in Richtung Umkleide.

Dort erhebt er schwere Vorwürfe: "Der Kunde hat mich diskriminiert. Ich arbeite nicht mit respektlosen Menschen. Ich soll selbstbewusster werden? Dabei gehe ich in jedes Nackt-Shooting, ohne mich zu verstecken." Während Moritz, Kevin, Pierre, 22, Eliob, 29, Jannik und Samuel, 23, für das Shooting gecastet werden, rauscht Faruk heran, holt sich bei Rauh seine Sedcard ab und geht diesen persönlich an: "Mit so einem Bierbauch zu sagen: 'Nimm ab'? Hast du gar keinen Respekt? Du bist fake."

Trotz Model-Boykott: Drei gehen zum Shooting

Die anderen Kandidaten reagieren zunächst geschockt, dann solidarisch mit Faruk. Die sechs Casting-Sieger teilen dem Juror mit, dass sie nicht am Shooting teilnehmen wollen und den Job ablehnen. Rauh beteuert, er habe seine Bemerkungen nicht beleidigend gemeint, und entschuldigt sich "tausendmal."

Doch Faruk nimmt die Entschuldigung nicht an. Rauh ist vom Zusammenhalt der Gruppe regelrecht überrumpelt. Er hofft, dass es sich einige der Models noch anders überlegen. Und tatsächlich: Kevin, Pierre und Moritz kommen ins Grübeln. "Es ist ein Job. Und darum geht es beim Modeln." Kurz darauf stehen sie für "Approved" vor der Kamera. "Wenn man in dem Job arbeiten will, muss man so etwas hinter sich lassen", gibt sich Kevin abgeklärt. Und Heidi rät: "Sie, liebe Zuschauer, müssen sich Ihre Meinung dazu selbst bilden."

Entscheidungswalk im Stoffrollen-Outfit

Für Kevin und Felix, 21, geht es auf die Pariser und Berliner Fashion Week. Mit ihren Buchungen für die Modenschauen ziehen beide automatisch in die nächste Runde ein. Alle anderen treten den Langstrecken-Flug nach Los Angeles an. Dort gelandet, hat Heidi nicht nur gute Neuigkeiten für die Boys.

Gleich nach Ankunft soll ein Entscheidungswalk stattfinden. Lian, 21, findet es "brutal", dass einige Models nach dem Walk gleich wieder den Rückflug antreten werden. Und der hat es in sich: Die Models stecken mit ihren Körpern in den Ausläufern riesiger Stoffrollen, die sie auf dem Rücken tragen. Der Catwalk ist mit Denim-Fetzen übersät. Auch Gastjuror Elias Becker, erfolgreiches Model und Sohn von Boris Becker, 57, warnt vor der akuten Stolpergefahr. Dennoch will er von den Models einen selbstbewussten und schnörkellosen Walk sehen.

Nach einem Tag L.A.: Heimreise für drei Models

Beim Denim-Walk überzeugen vor allem Moritz, Ray, 30, und Jannik. Von den sechs Wackelkandidaten schafft einzig Eliob den direkten Sprung in die nächste Runde. Lian, Mattes, 38, und Tim, 19, erwischt es besonders hart: Nach elf Stunden Flug und nur einem Tag in Los Angeles müssen sie die Heimreise antreten. Mattes, der zu Heidis "Lieblingskandidaten" gehörte, resümiert: "Irgendwie ist es peinlich anzurufen und zu sagen: 'Ich komme jetzt nach Hause.' Ich war doch noch gar nicht weg."

Faruk und Alex ermitteln in der nächsten Folge in einem direkten Shoot-Out Sieger und Verlierer, der dann ebenfalls nach Hause fliegt. Zuvor ziehen die verbliebenen Zwölf in die Model-Villa ein, wo sie bald auf die Bewerberinnen treffen.

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